Akaroa

Akaroa – eine kleiner Ort an der Halbinsel östlich von Christchurch war Ziel meines Tagesausfluges von Christchurch. 1840 landeten französisches Siedler an dessen Hafen und wurden dort sesshaft. Der Ort der immer noch ein französisches Flair hat, interessierte mich schon seit ich zum ersten Mal davon gelesen habe.

Leider erwischte ich keinen guten Tag, denn es regnete den GANZEN Tag! Es wollte einfach nicht aufhören. Ich erforschte Akaroa also bei Regen. Nach einem kurzen Spaziergang zum Leuchtturm setzte ich mich bald in ein französisches Café am Hafen. 






Christchurch, Ghost town

Mein Bus in die Stadt ging um 7am, um den Bus in der Stadt nach Christchurch um 7.40 zu erwischen. Überraschenderweise lief alles nach Plan. Der Wecker ging ab, ich stand auf und konnte alles erledigen was noch zu erledigen war.
Pünktlich um kurz vor 7 war ich ready to go! Maryann stellte sich auch den Wecker um sich noch zu Verabschieden und überraschenderweise wachte auch Avie auf.
Traurig aber pünktlich stand ich also an der Haltestelle und da kam auch schon der Bus. Er kam näher und näher und näher… …und fuhr vorbei!!! Er übersah mich einfach!!! (Busse sind nicht ganz so verlässlich hier und schon gar nicht in der Früh…) so blieb mir nichts anders über als Auto zu stoppen… (hatte ich inzwischen schon öfter gemacht, da es billig ist und in NZ ganz normal…). Doch um diese Zeit fuhren nicht viele Autos von Arthurs Point in die Stadt und noch dazu hatte ich viel Gepäck. Glücklicherweise hielt dann doch ein Auto und ich war gerade pünktlich beim Bus.
Die Reise begann ja schon gut.
In Christchurch angekommen, wir waren gerade in die Stadt eingefahren.  Erfuhren wir vom Busfahrer, dass wir gerade um eine knappe Stunde ein „Nachbeben“ in der Stärke von 5.1 versäumt haben!!!
Um ins Hostel zu kommen stellte mich der Busfahrer vor 2 Optionen:
1. 45 min zu Fuß (es regnete und war schon dunkel) wobei ich mit großer Wahrscheinlichkeit von Polizei und/oder Soldaten aufgehalten werde da sich mein Hostel im abgesperrten Gebiet befinde und ich nur mit Buchungsbestätigung durch darf.
oder
2. per Taxi um 12 NZD
Ich entschied mich für das Taxi. ;)
Erst am nächsten Morgen  bei Tageslicht vielen mir die Zerstörungen auf… teilweise sind Straßen noch unbefahrbar. Starke Unebenheiten und Risse sind im Asphalt zu sehen. Teilweise sehen ganze Häuserreihen unbeschädigt aus , doch dazwischen liegen Trümmerhäufen von komplett zerstörten Häusern. Man merkt deutlich, welche Häuser älter waren und welche neuer sind…
Es hatten fast keine Geschäfte oder Lokale offen, die Stadt scheint tot… Es gibt nur viele Touristen auf der Durchreise. Auch ich war nur auf der Durchreise und habe dort nur Übernachtet.

Goodbye Queenstown

Die Zeit ist verflogen!!!
Queenstown ist mein zu Hause geworden! Die Stadt, mit ihren 10.500 Einwohnern, ist nicht besonders groß. Daher wurde alles sehr schnell sehr vertraut. Jede Straße, jedes Geschäft, jedes Lokal oder Cafe… Man kennt die Busfahrer und Kellner und umgekehrt. Wenn man in die Stadt ging, traf man auch fast immer irgendjemanden Bekannten. All das führte dazu, dass man sich zuhause fühlte…







Die Schüler in der Klasse wechselten sich für mich ständig, da ich irgendwie zwischen den „normalen“ Ankunftszeiten ankam. Zum Schluss hin war alles schon so bekannt, dass sich für mich das eine oder andere Kapitel wiederholte. Die Schule machte Spaß und Ich hatte die absolut beste Lehrerin die man sich vorstellen kann!





Am allermeisten werde ich jedoch meine kleine Familie vermissen!!! Avie war für mich wie eine kleine Schwester, und auch sie begann mich als Schwester zu bezeichnen.  Ich kann, und will, mir nicht vorstellen sie nie mehr zu sehen! Ich wurde ein Teil der Familie und sie waren für mich meine Familie. Das Haus war nicht besonders groß, desto mehr Zeit verbrachten wir gemeinsam… jeden Tag…







Der Tag vor meiner Abreise war ein Freitag. Freitags schaute ich immer den ganzen Nachmittag auf Avie und brachte sie ins Bett. Ich wusste nicht so richtig ob sie verstand, dass ich am nächsten Tag abreise…  Doch irgendwas war anders an diesem Tag. Ich merkte, dass es sie beschäftigte. Denn mitten im Spielen sagte sie plötzlich: „I wish u could stay longer…“ und dann später fragte sie:“Is your family missing you?“. Sie wollte auch gar nicht ins Bett, sie wollte mir beim Packen helfen. Es war lustig mit ihr! Und alles was ich beschloss nicht mitzunehmen (und wenn es nur eine Dose, irgendeine Verpackung oder ein halb leeres Lipgloss war), Avie hamsterte alles ein und verstaute es unter ihrem Bett. Und dann kam sie mit Zeichnungen die ich mitnehmen solle als Andenken.
Maryann war wie eine Freundin für mich! Wir hatten immer lustige Abende!! Entweder redeten wir über Gott und die Welt oder wir schauten gemeinsam einen Film. Montags war unser „Desperate Housewifes-abend“, den werde ich besonders vermissen!